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WM26: Manzambi zündet die späte Schweiz-Party

WM26: Manzambi zündet die späte Schweiz-Party | Symbolbild KI-generiert © 2026 EMH AG JS by OpenAI 5.5

Manchmal braucht ein Fußballspiel keine frühe Dominanz, sondern den einen Moment, der alles kippt. Die Schweiz hatte gegen Bosnien-Herzegowina lange den Ball, lange die Kontrolle und lange das Problem, daraus zu wenig zu machen. Dann kam Johan Manzambi, und aus einem zähen Geduldsspiel wurde eine späte Schweizer Party, wie sie in der Dramaturgie kaum sauberer geschrieben werden könnte. Der 4:1-Sieg der Eidgenossen war deshalb nicht nur ein Ergebnis, sondern eine kleine Erzählung über Timing, Bankqualität und den Mut eines Trainers, den entscheidenden Impuls nicht zu früh, aber auch nicht zu spät zu setzen 1Sportschau: Manzambi-Show gegen Bosnien
Der Spielbericht dokumentiert Tore, Spielverlauf, Zitate und Ausblick der Partie Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina als zentrale Grundlage dieses Artikels.
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Zur Pause stand es noch 0:0. Genau darin lag die Gefahr. Die Schweiz wirkte überlegen, aber nicht zwingend genug. Bosnien-Herzegowina verteidigte tief, aufmerksam und mit jener unangenehmen Geduld, die Favoriten mürbe machen kann. Edin Dzeko stand diesmal in der Anfangsformation, nachdem er beim 1:1 gegen Kanada noch 90 Minuten auf der Bank gesessen hatte. Die Bosnier suchten nicht die offene Feldschlacht, sondern den Moment, in dem ein Schweizer Fehler das Spiel plötzlich in eine andere Richtung drücken könnte.

Dominanz ohne Klinge

Die Anfangsphase gehörte dennoch der Schweiz. Granit Xhaka fand Dan Ndoye im Strafraum, doch dessen Abschluss landete nur am Außennetz. Kurz darauf versuchte Ndoye es nach einem Querpass von Fabian Rieder sogar mit der Hacke, traf den Ball aber nicht richtig. Es waren Szenen, die zeigten, woran dieses Schweizer Spiel zunächst krankte: viel Idee, viel Bewegung, viel Ballbesitz, aber zu wenig Präzision im letzten Moment.

Bosnien-Herzegowina hatte seinerseits die Gelegenheit, die Partie früh zu vergiften. Amar Memic setzte sich auf der rechten Seite gegen Ricardo Rodriguez durch, doch seine Hereingabe landete hinter dem Tor. Später blockte die Schweizer Defensive Dzekos Versuch nach einem Querpass von Kerim Alajbegovic. Kurz vor der Pause zögerte Sead Kolasinac nach einem starken Zuspiel von Ermedin Demirovic zu lange. Für die Schweiz war das eine Warnung: Wer seine Kontrolle nicht in Tore verwandelt, lädt den Gegner ein.

Remo Freuler probierte es aus 23 Metern, Ndoye aus 18 Metern, doch Bosniens Torhüter Nikola Vasilj musste sich zunächst nicht bezwingen lassen. Die Schweizer suchten Lücken, Bosnien schloss Räume. Je länger dieses Muster anhielt, desto stärker stellte sich die Frage: Wird aus Überlegenheit irgendwann Nervosität? Oder wartet die Schweiz nur auf den Moment, in dem die Partie endgültig aufbricht?

Ndoye liefert das Spektakel, Vasilj hält Bosnien im Spiel

Nach dem Seitenwechsel blieb die Schweiz am Drücker. Ndoye setzte sich links durch, scheiterte aber mit seinem Schuss auf das kurze Eck. Michel Aebischer verpasste per Kopf. Dann kam die spektakulärste Szene der ersten Stunde: Ndoye nahm eine Flanke per Fallrückzieher, Vasilj riss die Fäuste hoch und verhinderte den Treffer. Der Schweizer hatte ohnehin im Abseits gestanden, doch der Moment passte zur Partie: attraktiv, gefährlich, aber noch nicht belohnt.

Auch Breel Embolo kam nach einem Eckball zum Kopfball, doch wieder war Vasilj zur Stelle. Bosnien blieb trotz zunehmenden Drucks im Spiel. Amar Dedic zog aus rund 30 Metern ab, Gregor Kobel musste den flatternden Ball abwehren. In dieser Phase war der Schweizer Sieg noch keine Selbstverständlichkeit. Er musste erst eingewechselt werden.

Yakin wechselt den Sieg ein

Murat Yakin reagierte dreifach. Nach dieser Lesart war es der Schlüsselmoment des Spiels. Unter anderem kamen Johan Manzambi und Ruben Vargas, und plötzlich hatte die Schweizer Offensive genau das, was ihr zuvor gefehlt hatte: Tempo, Frische, Schärfe und den direkten Willen zur Entscheidung. Die offizielle FIFA-Einordnung beschreibt den Schweizer Sieg ebenfalls als von Manzambi inspirierten Erfolg gegen ein am Ende dezimiertes Bosnien-Herzegowina 2FIFA: Switzerland 4-1 Bosnia and Herzegovina
Der FIFA-Bericht ordnet die Partie offiziell ein und beschreibt den Schweizer Erfolg als Manzambi-geprägten Sieg in Gruppe B.
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In der 74. Minute stach der Joker. Eine Hereingabe des ebenfalls eingewechselten Vargas konnten die Bosnier nur ins Zentrum klären. Dort stand Manzambi, nahm den Ball unter Bedrängnis und nagelte ihn aus rund zehn Metern volley ins Tor. Aus Schweizer Geduld wurde Jubel, aus Yakins Wechsel eine Pointe. Wenn Fußball manchmal wie ein taktisches Schachspiel wirkt, dann war dieser Zug einer mit Ansage und Wirkung.

Danach brach Bosnien-Herzegowina nicht sofort auseinander, aber die Statik des Spiels veränderte sich. Manzambi schickte Embolo auf die Reise, Tarik Muharemovic stoppte ihn als letzter Mann und sah Rot. Die Bosnier mussten die Schlussphase in Unterzahl bestreiten. Vargas schoss den folgenden Freistoß noch ohne Erfolg, doch wenig später traf er selbst. Embolo ließ den Ball zunächst nicht wie geplant durch, bediente dann aber Vargas, der gegen die Laufrichtung des Torhüters einschob. Das 2:0 war die Entscheidung, aber noch nicht das Ende.

Manzambi-Nacht statt Schweizer Zittern

Was dann folgte, war ein Schlussrausch. Vargas legte quer, Manzambi stand erneut richtig und traf aus acht Metern zum 3:0. Der junge Freiburger hatte in wenigen Minuten aus einem schwierigen Abend eine persönliche WM-Geschichte gemacht. Die zusätzliche Sportschau-Einordnung zur Manzambi-Gala unterstreicht, wie sehr sich der Joker mit diesem Auftritt in den Mittelpunkt spielte 3Sportschau: Manzambi schießt sich zum Fußball-Himmel
Die Quelle vertieft die individuelle Bedeutung von Johan Manzambis Doppelpack und ordnet seinen Joker-Auftritt für die Schweiz ein.
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In der Nachspielzeit setzte Ermin Mahmic mit einem sehenswerten Volley nach einem Eckball noch den bosnischen Ehrentreffer. Der Moment war schön für Bosnien-Herzegowina, aber sportlich nicht mehr richtungsändernd. Den Schlusspunkt setzte Xhaka per Foulelfmeter zum 4:1, nachdem Djibril Sow im Strafraum zu Boden gegangen war. Ob man diese Szene streng oder großzügig bewertet, ändert nichts an der Grundgeschichte dieses Spiels: Die Schweiz hatte sich spät freigespielt und Bosnien in der Schlussphase überrollt.

Manzambi selbst fand danach Worte, die zur Nacht passten. Es sei wie ein Traum, sagte er sinngemäß: WM spielen, zwei Tore schießen, Man of the Match werden. Auch Xhaka zeigte sich erleichtert und hob besonders die Spieler hervor, die von der Bank gekommen waren. Genau dort liegt die eigentliche Botschaft dieses Abends. Die Schweiz gewann nicht nur mit ihrer ersten Elf. Sie gewann mit ihrer Tiefe.

Vier Punkte, gute Ausgangslage, aber noch kein Freifahrtschein

Mit vier Punkten hat die Schweiz nun beste Chancen auf das Weiterkommen. Sicher ist damit noch nichts, aber die Ausgangslage vor dem Gruppenfinale ist deutlich komfortabler geworden. Am Mittwoch geht es um 21 Uhr MESZ in Vancouver gegen Kanada. Bosnien-Herzegowina trifft gleichzeitig in Seattle auf Katar und steht nach einem Punkt aus zwei Spielen unter Druck. Auch Reuters beschreibt die späte Schweizer Torflut, die rote Karte gegen Bosnien und die bessere Ausgangsposition der Eidgenossen vor dem letzten Gruppenspiel 4Reuters: Switzerland crush Bosnia 4-1
Reuters berichtet über die späten Schweizer Tore, Manzambis Doppelpack, Bosniens rote Karte und die Gruppenausgangslage nach dem 4:1.
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Für Yakin ist dieser Abend ein Argument. Für Manzambi ist er ein Durchbruch. Für die Schweiz ist er ein Hinweis, dass diese Mannschaft auch dann Lösungen finden kann, wenn der erste Plan lange nicht reicht. Der Pflichtblock der Spiele vom 18. Juni zeigt zudem, wie eng dieser WM-Tag eingebettet war in die Dynamik der Gruppen A und B 5Sportschau: Der WM-Spielplan 2026
Der Spielplan dient als Ergebnis- und Kontextquelle für die Übersicht der Partien vom Donnerstag, 18. Juni 2026.
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Alle Spiele vom Donnerstag, 18. Juni 2026

Spiel 25: Tschechien – Südafrika 1:1 – Atlanta-Stadion (Gruppe A)
Spiel 26: Schweiz – Bosnien und Herzegowina 4:1 – Los-Angeles-Stadion (Gruppe B)
Spiel 27: Kanada – Katar 6:0 – BC Place Vancouver (Gruppe B)
Spiel 28: Mexiko – Republik Korea 1:0 – Guadalajara-Stadion (Gruppe A)

Die Schweiz hat also nicht nur Bosnien-Herzegowina besiegt. Sie hat an diesem Abend gezeigt, dass ein Spiel auch nach 70 zähen Minuten noch explodieren kann. Manzambi kam, traf und verwandelte ein mögliches Geduldsspiel in eine Manzambi-Nacht. Genau solche Geschichten machen eine WM größer als ihren Spielplan.

 

Pressekontakt:
Europe Media House AG
Redaktion Fussball
Bahnhofstrasse 19
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E-Mail: info(at)emhmail.ch
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